Ärztliche Basisprüfung an der RWTH als rechtswidrig aufgehoben

06.04.2018 - Prüfungsrecht

Am 5.4.2018 erhielten wir Mitteilung, dass die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule in Aachen einen Bescheid über das endgültige Nichtbestehen der Ärztlichen Basisprüfung aus formellen Gründen aufgehoben hat. Die Aufhebung erfolgt wegen der von der Universität eingeräumten Fehlerhaftigkeit des Prüfungsverfahrens.

Anspruchsvolle Prüfungsanfechtung

Der von uns vertretene Mandant hatte diese Prüfung, die als besonders anspruchsvoll gilt, in mehreren Versuchen im mündlich-praktischen Prüfungsteil nicht bestanden. Der rechtliche Angriff gegen das Nichtbestehen der Ärztlichen Basisprüfung in Aachen ist eine besondere Herausforderung, weil diese Prüfung als standardisierte Prüfung besonders wenig fehleranfällig ist. Zudem ist das Verfahren in den letzten Jahren, insbesondere auch durch unser Büro, häufig rechtlich angegriffen worden, und jeder erfolgreiche rechtliche Angriff führt zu einer entsprechenden Nachbesserung in den Verfahrensabläufen mit Wirkung für die Zukunft.

Umso erfreulicher ist, dass nun in dem von uns vertretenen Verfahren die Universität, vermutlich um eine gerichtliche Entscheidung abzuwenden, nach Anhängigmachung eines verwaltungsgerichtlichen Eilverfahrens dem Widerspruch des Mandanten abgeholfen hat. Somit kann unser Mandant die Prüfung schon im nächsten regulären Termin wiederholen.

Chancen für weitere Betroffene

Die Entscheidung der Universität eröffnet Kandidaten, die die Ärztliche Basisprüfung an der RWTH Aachen in jüngerer Zeit im schriftlichen oder im mündlich-praktischen Prüfungsteil endgültig nicht bestanden haben, die Möglichkeit, durch einen professionell begründeten Widerspruch doch noch das Studium der Medizin fortzusetzen. Auch frühere Prüfungsversuche, die nicht zum endgültigen Nichtbestehen geführt haben, können mit sehr guter Erfolgsaussicht angegriffen werden.

Ihr Ansprechpartner ist Rechtsanwalt Prof Dr. Birnbaum, christian.birnbaum@birnbaum.de.

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